WiedergutmachungWiedergutmachung

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Aufgrund mangelnder Gardinen im Auto, wurden wir gegen halb fünf Uhr morgens vom Morgengrauen geweckt. Gerädert machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz der Kazurabashi, einer Hängebrücke, die wie unbedingt sehen wollten. Trotz der frühen Stunde war der Parkplatzwart schon da, knöpfte uns die geringe Parkgebühr ab und dann war es soweit – wie waren die ersten Touristen des Tages an der Brücke – es war fünf Uhr morgen und alles gehörte uns.

Unsicher und wackelig schritten wir die Brücke ab, waren die Bohlen doch sehr weit auseinander. Ich malte mit aus, wie ich abschnappte und zwischen den Brettern durchpassen würde. Doch der Ausblick auf den Fluss wich jeglichen Bedenken. Wir verbrachten lange Zeit auf der Brücke und gingen dann zum zweiten Punkt der Tagesordnung über: im Fluss baden!

Wir liefen zum Camping Platz, auf welchem wir übernachtet hätten, wären wir nicht zu spät angekommen. Die Gebühr für das Baden im Fluss konnten wir „leider“ nicht entrichten, da um die Zeit noch kein Zuständiger auf dem Zeltplatz war. Das Wasser war eiskalt und wir hatten ganz schön zu tun voran zu kommen, da man schlecht sah wohin man trat und die Strömung nicht ganz ohne war. Doch nach dem Baden in der malerisch Landschaft war der komplette Groll über den Vortag vergessen.

Und das Highlight stand uns noch bevor! Wir kauften uns zum Frühstück einen gegrillten Fisch am Stiel und fuhren anschließend zum „Happy Raft“, einem Unternehmen, das Wildwasser Rafting anbietet.

Wir meldeten uns an und bekamen in dem Haus, dass einer Surfbar nachempfunden war, von einem englisch sprachigen Mitarbeiter alles Nötige erklärt. Alle Mitarbeiter waren braun gebrannt, hatten ein äußerst alternatives Äußeres und eine noch lockerere Stimmung. Wir bekamen Neoprenanzug, Helm (mit Namensaufkleber), Schuhe und Paddel und dann ging es in einem kleinen Bus flussaufwärts. Wir wurden in Teams eingeteilt und enterten die Boote. Und dann ging es los flussabwärts, durch Stromschnellen und immer durch die atemberaubende Landschaft. Die Stimmung war unbeschreiblich gut, wir hatten eine Menge Spaß auf unserem 9Mann Boot, machten verschiedene Spiele und landeten am Ende immer lachend im Wasser. Kam ein anderes Boot vorbei, spritzte man sich generell gegenseitig mit den Paddeln nass oder zog die anderen rücklings vom Boot, sodass sie laut platschend im Wasser landeten.

An einem vier Meter hohen Felsen legten wir plötzlich an und kletterten hinauf und dann sprangen knapp 50 Leute nacheinander und unter dem Applaus und Gegröhle der anderen in den glasklaren Fluss. Es fand erstaunlicherweise jeder sein Boot wieder und kam mithilfe der anderen auch wieder drauf. Dann ging es weiter flussabwärts. Das letzte Stück sprangen dann alle ins Wasser und ließen sich bis zum Ausstieg treiben. So muss es damals zum Untergang der Titanic ausgesehen haben! Als ich an einer Stelle, eher als Warnung an René gedacht, laut „Stein!“ ausrief, schnappten das gleich ein paar Japaner auf und hatten dann große Freude, jeden Fels laut mit „Stein“ zu betiteln.

Mit tollen Erinnerungen ging es dann den weiten Weg zurück nach Kobe. Da ist uns aufgefallen, dass es an japanischen Autobahnraststätten ausschließlich alkoholfreies Bier gibt, das soll doch mal einer in Deutschland einführen 😉 Generell gilt in Japan die 0 Promille-Grenze.

Nachdem wir das Auto haben betanken lassen, uns durch den dichten Verkehr in Kobes Zentrum zur Autovermietung (für die Rückgabe vereinbarten wir den Shop direkt am Bahnhof Sannomiya) gekämpft hatten, zweimal um den „Block“ fuhren, sprangen am Ziel angekommen sofort 3 Frauen aus dem Shop, und noch bevor wir unser Gepäck aus dem Auto nehmen konnten, waren bereits 2 davon eingestiegen und überprüften den Zustand des Fahrzeugs. Die Dritte machte sich ein Bild vom Äußeren des Toyota. In der Zwischenzeit räumten wir unser Gepäck aus. Dann verschwand unser Gefährt auch schon in einem Parkhaus. Alles wurde für gut empfunden und wir bekamen sogar ca. 10€ zurückerstattet, da wir eher als angegeben das Auto zurück gebracht haben.

Als Übernachtung hatten wir heute ein Hostel in Wakayama gebucht, was wir auch tatsächlich rechtzeitig innerhalb der Check-In-Zeit erreichten. Direkt auf unserem Dach hörte man schon die Beats eines Djs, denn heute war Djs-Night, aber nur bis bis halb 11 😉 unserem wohlverdinten Schlaf sollte also nichts im Wege stehen.

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Reader Comments

  1. Mu

    Super Toyota-Hostel und wie immer tolle Landschaft und Fotos.
    Unsere Gesichter hellten sich in diesem Blog wieder auf, besonders als wir unsere „Kikki“ mit Stockfisch gesehen haben. Und am „stillen Örtchen“ ist reichlich Papier vorhanden.

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