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Die letzten beiden Tage standen unter dem Zeichen von Pokemon. Denn diese Woche findet in Yokohama der alljährliche Pokemon Outbreak statt. Ein Festival, dass die ganze Stadt in gelb hüllt und in Aufruhr versetzt. Schon wenn man in der Hafengegend ankommt, sieht man überall am Bahnhof eigens für die Woche angefertigte Verkehrsschilder mit dem kleinen gelben Pokemon, überall an Hochhäusern hängen gigantische Werbeplakate, Pikachu Figuren in allen Größen stehen in der ganzen Stadt verteilt das Bahnhofs- und Sicherheitspersonal ist mit gelben Shirts und spitzen Ohren ausgestattet. Und die Gegend, in der so schon ein hohes Aufkommen an Menschen herrscht, ist nun restlos überfüllt und fast jeder ist über und über mit gelber Kleidung und Pikachu Accessoires behangen (selbst Hunde mit Pikachu Ohren wurden gesichtet). Im ganzen Hafenbereich sind viele kleine Aktionen verteilt, an denen man teilnehmen kann: im Landmark Tower, World Porters und Queenssquare sind Bühnen aufgebaut, auf denen lebensgroße Pikachus tanzen, das Amphibienfahrzeug war mit Pikachus beklebt, bei den Red Brick Houses ist einer Splashing Zone eingerichtet, in der Pikachus mit Wasser spritzen, ein gelber Zeppelin kreist über der Stadt, es gibt Stempelsammelaktionen, Meet and Greets mit Pikachu, einen Pikachu Walk und eine große Parade und ein Pokemon Stadium Event im Baseball Stadion von Yokohama.

Überall dazwischen gab es Stände mit Pokemon Sachen und unglaublich viele seltene Pokemon für alle Pokemon Go Spieler. Laufen konnte man generell nur in Tippelschritten, weil die Fußwege regelrecht verstopft waren. Fast alle spielten Pokemon Go, sodass alle auf ihr Telefon schauten und wie Smombies (Smartphone-Zombies) durch die Straßen schlichen. Doch auch dafür hat die Stadt vorgesorgt – an jeder Ampelkreuzung standen zum einen Ordner, die die Leute aufforderten, schneller zu laufen und zum anderen Polizisten, die mit Trillerpfeife den Takt angaben, wie lange die Grünphase noch andauerte. Man musste überhaupt nicht mehr selber denken, sondern konnte spielend mit der Masse schwimmen. Typisch Japan eben 🙂 Das war der Punkt, der alle verband – denn alle spielten. Opas zogen mit den Enkeln los, ganze Familienhorden, Ausländer und Inländer, alte Ehepärchen – in der einen Hand den Partner und in der anderen das Telefon. Selbst abends um elf war der Park noch voll mit Menschen.

Wollte man sich etwas im Pokemon Store kaufen, musste man viel Zeit mitbringen: dieser war so überfüllt, dass die Warteschlange für die Kasse eine komplette Runde innerhalb des Ladens füllte und ein Mann mit Schild das Ende anzeigte, weil es sonst keiner dort gesucht hätte.

Insgesamt sollen ca. 1,500 Pikachus (also Menschen in Kostümen) in den verschiedensten Kostümen in der Stadt zu finden sein. Wir bedauerten unendlich, dass wir wegen der langen Zugfahrt heute weder an der Parade noch beim Pokemon Stadium teilnehmen konnten, hatten aber unglaublich viel Spaß bei dem, was wir gesehen haben.
Aus Sicht eines Pokemon Go Spielers waren die beiden Tage ebenfalls unglaublich erfolgreich.

(Wer an dem Spiel nicht interessiert ist, darf den Teil gern überspringen und zu den Bildern übergehen.)

Es gab Unmengen an Pokemon – so viele, dass das Telefon teilweise abstürzte, weil es mit Laden nicht hinterherkam. Vorallem gab es die Starterpokemon in rauen Mengen, sowie eher seltene wie Chaneira, Dammhirplex, Porenta, Lavitar und Voltilamm. Sogar Incognito waren zu finden, die es bisher nur bei den Jubiläumsevents gibt. Es gab so viele, dass ich mir innerhalb weniger Stunden mein erstes Chaneira fing und zu Heiteira entwickeln konnte. Nie hätte ich das erwartet. Mein Go Ziel, einen Impergator zu entwickeln, schaffte ich in kürzester Zeit. Es gab so einen Überschuss an Pokemon, dass man selbst die, über die man sich in der Heimat freut, liegen lassen musste, um sich um die vielen besonderen zu kümmern. An Pokestops erhielt man außerdem 2km-Eier, aus denen teilweise 10km Pkmn schlüpften konnten – mein erstes war ein Lapras! Von daher erkannte man Pokestops schon von weitem, denn dort standen Menschentrauben. Man brauchte sich eigentlich nur daneben setzen, konnte andauernd looten und die Pokemon flogen einem wir gebratene Tauben in den Mund.

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